Die Tulpe stammt ursprünglich aus Zentralasien und dem Himalaya, erlangte jedoch im Osmanischen Reich große Bedeutung, bevor sie im 16. Jahrhundert über Konstantinopel in die Niederlande gelangte. Tulpe leitet sich aus dem persischen Tulipan (Turban) ab. Die Tulpe wurde immer teurer und 1634 brach die "Tulpenmanie" aus, die welterste bekannte Spekulationsblase der Geschichte.
In diesem spekulativen Handel erzielten Tulpenzwiebeln astronomische Höchstpreise, denselben Wert wie ein Grachtenhaus. Nach drei Jahren, 1637 endete diese Tulpenmanie. Die Preise fielen drastisch und viele Händler machten Bankrott. Vermögen verschwanden wie Schnee in der Sonne und viele wurden arbeitslos. Im April dieses Jahres griff die Regierung ein, indem sie jeden spekulativen Vertrag als ungültig erklärte.
In den Niederlanden trieben die Züchter und Sammler neben der mengenmäßigen Vergrößerung des Tulpenbestandes zudem die Zucht von Sorten voran. Zudem wurde die Tulpe in Kunstkreisen sehr beliebt. Rembrants Tulpen wurden Weltberühmt.
Heute werden in den Niederlanden jährlich knapp 2,5 Milliarden Tulpenzwiebeln produziert und exportiert. Die Tulpenproduktion ist ein bedeutender Wirtschaftszweig, wobei allein im Frühling über zwei Milliarden Tulpen angebaut werden.
In vielen Städten der Welt werden noch heute Tulpenfeste (Tulip Festivals) während der Blütezeit dieser besonderen Blume organisiert. In Istanbul blühen jedes Frühjahr mehr als 10 Millionen Tulpen. Auch in Amsterdam kann man im April während des Tulpen Festivals sehr viele Tulpen bewundern.